Veranstaltungen

Zwischen Eigen und Fremd. Stimmungsbilder der Kaschubei

25. Juni bis 15. August 2019

Die im Nordwesten Polens gelegene Kaschubei ist aufgrund ihrer wechselvollen Geschichte und ihrer spezifischen Ikonosphäre ein attraktives, gleichwohl von der deutschen Forschung bislang vernachlässigtes Feld. Über zwei Semester haben sich Mainzer Studierende der Kulturanthropologie / Volkskunde dem kulturellen Grenzraum nicht nur abstrakt, sondern auch fotografisch und sinnlich-ethnografisch angenähert.

Die in der Kaschubei entstandenen Fotografien sollen kein konsistentes Bild der Kaschubei und der dort lebenden Menschen formen, sondern vielmehr vermitteln, wie die Studierenden das kaschubische Feld selbst erlebt, erwandert, beobachtet, visualisiert und mit all ihren Sinnen wahrgenommen haben. Wann und wodurch wurde die ihnen zunächst „fremde“ Kaschubei „eigen“? Wie verfremdete sich das „Eigene“ in der Begegnung mit der „Fremde“? Welche Rolle spielten in diesen Aneignungs- und Verfremdungsprozessen die sinnlichen Wahrnehmungen und Stimmungen?

Mit dem Kameraobjektiv gelang es den Studierenden auch dasjenige einzufangen, das sich anders nur schwer objektivieren lässt: die Stimmung. Mithilfe der Stimmungsbilder möchten wir Sie in die Situation eines Feldforschers versetzen und dazu einladen, die Kaschubei durch unsere Augen zu erkunden.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und polnischer Sprache.

Flyer zur Ausstellung (PDF)

Vernissage

25. Juni 2019, 18:00 Uhr

Öffnungszeiten

Dienstags bis donnerstags 13:30 - 18:00 Uhr

Der Eintritt ist frei!

Sonderöffnungszeiten und Führungen auf Anfrage: murawska@uni-mainz.de

Finissage

13. August 2019, 18:00 Uhr

 

Mehr Informationen zum Projekt:
https://kultur.ftmk.uni-mainz.de/projekte-in-forschung-und-lehre/ba-und-ma-projekte/masterprojekt-geschichte-und-revitalisierung-der-kaschubischen-kultur

https://kultur.ftmk.uni-mainz.de/projekte-in-forschung-und-lehre/ba-und-ma-projekte/studienbegleitende-exkursion-in-die-kaschubei/

Muscheln – Unterschätzte Archive am Meeresgrund

2. Mai - 13. Juni 2019

Muscheln bilden Perlen, halten unsere Gewässer rein und gehören in eine schmackhafte Paella.

Aber wussten Sie auch, dass Muscheln

  • die langlebigsten Tiere sind?
  • bis zu 3 Meter Größe erreichen können?
  • Tagebuch führen und wichtige Klimaarchive bilden?
  • Biokeramiken mit außergewöhnlichen mechanischen Eigenschaften bilden?
  • Einblick in die Lebensweisen indigener Völker geben?

Tauchen Sie ein in die Welt dieser erstaunlichen wirbellosen Tiere!

Flyer zur Ausstellung (PDF)

Öffnungszeiten

Montag - Mittwoch 11-13 Uhr
Donnerstag 16-18 Uhr
An den Feiertagen 30. Mai und 10. Juni geschlossen.

Der Eintritt ist frei!

 

Angebot für Schulen

1-stündige Führung zum Thema „Muscheln“ für die Klassenstufen 5-13
Fächer: Nawi, Biologie und Geographie (Klimatologie)

Folgende Themenbereiche können je nach Absprache vertieft werden:

  • Biologie der Muschel: Körperbau, Schalenbau, Lebensweise und Ernährung
  • Muscheln als Klima- und Umweltarchive

Termine können unter 06131 39-25239 oder schollmeyer@uni-mainz.de vereinbart werden.

Finissage mit Vortrag „Ein Spiel von Rahm, frischem Ricotta und weißen Mandeln“ – Der Tibetische Buttertee

Das Ausstellungsteam der Ausstellung „Ataya, chinesischer Grüntee in Mali“ lädt Sie herzlich zur

Finissage (mit kleinem Umtrunk) am 25. April 2019 um 16 Uhr

in der Schule des Sehens ein.

Die Ausstellung wurde im Rahmen von AFRASO und in Zusammenarbeit mit Studierenden des Instituts für Ethnologie und Afrikastudien der JGU Mainz erarbeitet. Zu diesem Anlass wird Dr. Martina Wernsdörfer, Kuratorin für Süd-, Zentral- und Ostasien am Völkerkundemuseum der Universität Zürich, einen Vortrag (ca. 30 Min. mit Diskussion) über die Tibetische Teekultur halten. Dieser Vortrag bietet die Gelegenheit, über das Thema Tee noch einmal aus einer neuen Perspektive zu reflektieren.

„Ein Spiel von Rahm, frischem Ricotta und weißen Mandeln“ – Der Tibetische Buttertee

Der Tibetische Buttertee (bö-cha), ein Gemisch aus Teesud, Salz, Butter und/oder Milch, bildet das Hauptgetränk der Hochlandgesellschaften auf dem „Dach der Welt“. Als Durstlöscher, Ritualgetränk und Energiespender steht er im Zentrum einer Trinkkultur, die sich in Objekten und Techniken, in Liedern und Erzählungen, in Handlungen und Vorstellungen, mithin im Trinken selbst materiell, sozial und weltanschaulich abbildet. In der Beschäftigung mit dem Buttertee lässt sich Gesellschaft nachvollziehen.

Der Vortrag möchte anregen zum Nachdenken über lokales Spezialwissen und Fertigkeiten (skills), über Herstellungsverfahren und Konsumverhalten, aber auch über Einflüsse der industriellen Moderne und damit verbundene Auswirkungen auf die Kultur des Buttertee-Trinkens.

Dr. Martina Wernsdörfer ist Kuratorin für Süd-, Zentral- und Ostasien am Völkerkundemuseum der Universität Zürich und war maßgeblich am Ausstellungsprojekt „Trinkkultur – Kultgetränk. Milch, Palmwein, Maniokbier, Kawa, Tee, Reisbier“ (2013/14) am Völkerkundemuseum der Universität Zürich beteiligt.

Ataya – Chinesischer Grüntee in Mali: Ein Genuss, ein Gedicht, ein Business

7. Februar bis 25. April 2019

Ataya bedeutet Grüntee. Der Begriff Ataya kam zusammen mit dem Tee von Marokko im 19. Jahrhundert über die westliche Sahara nach Mali. Dort ist Ataya Willkommensgetränk, Gastgeschenk und Nationalgetränk. Er wird nicht schnell nebenbei getrunken, sondern mit Freunden in einem zeitintensiven Trinkritual.

Die Ausstellung führt in sieben Stationen durch die Welt des Grüntees in Mali. Sie beginnt mit der gestalterischen Vielfalt der Teepäckchen. Weiter geht es mit der Herkunft des Grüntees aus China und der Handelsgeschichte vom Reich der Mitte über Europa und Marokko mit Dromedarkarawanen durch die Sahara nach Mali, dem Anlegen einer eigenen nationalen Teeplantage, bis hin zur Marktöffnung in den 1990er Jahren und den malischen Importeuren, die heute selbst nach China reisen und containerweise Tee nach Mali bringen. Diese Entwicklungen brachten die Entstehung der Teemarken mit sich wie auch die Werbung für Grüntee, das Verändern und Kopieren von Marken und die Teemarkenpiraterie. Die letzte Station erläutert den Ablauf des Teerituals und die Gerätschaften für die Zubereitung des Tees.

Vernissage:
7. Februar 2019, 18 Uhr

Öffnungszeiten:
Dienstags, jeweils 12-14 Uhr
Mittwochs, jeweils 14-16 Uhr
Donnerstags, jeweils 16-18 Uhr
Vom 26. bis 28. März ist die Ausstellung geschlossen.

Der Eintritt ist frei!

Führungen nach Vereinbarung: roeschen@uni-mainz.de

Finissage:
25. April 2019, 16 Uhr (mit Vortrag)

Flyer zur Ausstellung (PDF)

Studientag: Ausstellungsdisplays im Vergleich

24. Januar 2019

Die SCHULE DES SEHENS bietet seit 2014 ein interdisziplinäres Forum an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). In dem neu errichteten Pavillongebäude können – an der Schnittstelle zwischen Universität und Öffentlichkeit - mit Ausstellungen und anderen Veranstaltungen Einblicke in die universitären Sammlungen und wissenschaftlichen Arbeitsfelder der verschiedenen Disziplinen gegeben werden. Die Kuratorinnen und Kuratoren der Ausstellungen sind dabei jedes Mal neu mit der Herausforderung konfrontiert, spezifische Präsentationsformen für diesen Ort zu entwickeln, um ganz unterschiedliche Objekte, Themen und Fragestellungen anschaulich zu vermitteln.

Ziel des interdisziplinären Studientags ist es, die bisher von den verschiedenen Projekten für die SCHULE DES SEHENS konzipierten Ausstellungen und ihre Displays vergleichend zu analysieren und zu diskutieren. Dieser Rückblick auf die eigene kuratorische Praxis erfolgt im Hinblick auf aktuelle museologische und kuratorische Diskurse zu der Frage, wie in Ausstellungen als visuellen Medien Wissen und Erkenntnis vermittelt werden können.

Angesichts des Spektrums der beteiligten Fächer und ihrer unterschiedlichen methodischen Verfahren ergeben sich daraus u.a. folgende Fragestellungen: Inwiefern bestimmen die Art der Exponate und der jeweilige methodische Ansatz die Konzeption der Ausstellung? Beziehen sich die verschiedenen Disziplinen auf fachspezifische Displayformen und -traditionen? Wie ist das Verhältnis zwischen den gezeigten Objekten und didaktischen Vermittlungsformen durch Texte, Bilder und andere Medien? Mit welchen inszenatorische Strategien wird gearbeitet? Welche Bedeutung wird der Präsenz der Exponate und ihrer spezifischen Materialität, Faktur, Form und Medialität für die Vermittlung von Wissen zuerkannt? Welche Rolle kommt den Besucherinnen und Besuchern zu - sollen sie sich mit „langem Blick“ in die Exponate versenken, in reflektierender Distanz zum Gezeigten bleiben oder emotional adressiert werden?

Konzeption: Elisabeth Oy-Marra, Elke Anna Werner

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Um Anmeldung wird bis zum 21. Januar 2019 per E-Mail gebeten:
schollme@uni-mainz.de

 

PROGRAMM

10:00 Uhr
Begrüßung: Elisabeth Oy-Marra (Mainz)

10:15 Uhr
Impulsvortrag
Elke Anna Werner (Berlin)
Die Ausstellung als Ort visuellen Denkens. Forschen, lehren und vermitteln in Universitätsausstellungen

11:00 Uhr
Vera Hierholzer (Mainz)
Wenn Dinge erzählen. Die Ausstellung „Die Braut, der Hammer und das Fahrrad“.

11:45 Uhr
Heiko Damm (Mainz)
Plakatieren – aber wie? Rückschau auf die Ausstellung BLICKFÄNGER im Frühjahr 2018

12.30 Uhr
Mittagessen

14:00 Uhr
Anja Oed (Mainz)
Das Ausstellungs-Projekt „Sichtwechsel: Comic-Helden in und aus Afrika“

14:45 Uhr
Kirsten Grimm (Mainz)
Die naturwissenschaftliche Ausstellung

15:30 Uhr
Kaffeepause

16:00 Uhr
Sabine Scherzinger / Julia Schmidt (Mainz)
Ausstellungsobjekt Buch. Aktuelle Provenienzforschung sichtbar machen

16:45 Uhr
Oliwia Murawska (Mainz) / Miłosława Borzyszkowska (Danzig)
Zwischen Eigen und Fremd. Stimmungsbilder der Kaschubei

18:15 Uhr
Abendvortrag
Nike Bätzner (Halle)
Assoziationsraum Wunderkammer – ein Feld für transkulturelle Denk- und Handlungsräume

Spuren|suche

Der Mainzer Buchbestand aus der ehemaligen Kunsthistorischen Forschungsstätte Paris (1942-44)

5. Dezember 2018 bis 31. Januar 2019

Seit Januar 2017 erforscht ein vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg gefördertes Projekt in Mainz die Provenienz eines Buchbestandes aus der ehemaligen Kunsthistorischen Forschungsstätte in Paris. Die deutsch- und französischsprachigen Publikationen und Auktionskataloge waren im Zuge der Neugründung der Johannes Gutenberg-Universität an die Universitätsbibliothek gelangt und zeitnah dem Institut für Kunstgeschichte überantwortet worden.

Die Ausstellung gibt anhand ausgewählter Bücher und ihrer Provenienzmerkmale einen Einblick in das Forschungsprojekt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Rekonstruktion der Überführung der Publikationen nach Mainz, ihre problematische „Beschaffung“ in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland und Frankreich sowie die Funktion der Bibliothek der Kunsthistorischen Forschungsstätte im Kontext des organisierten, verfolgungsbedingten Kunstraubes während der deutschen Okkupation.

Vernissage: Mittwoch, 5. Dezember 2018, 18 Uhr
Finissage: Mittwoch, 30. Januar 2019, 18 Uhr

Öffnungszeiten:
Montags, 14–16 Uhr
Dienstags, 15–17 Uhr
Mittwochs, 14–16 Uhr
Donnerstags, 15–17 Uhr
Geschlossen vom 21. Dezember 2018 bis 6. Januar 2019

Sonderveranstaltungen:
5. Dezember 2018, 18 Uhr, Hörsaal Kunstgeschichte – Eröffnung/ Vortrag
Dr. Nikola Doll (Bern): Denkmodelle und Praxisfelder deutscher Kunstgeschichte im besetzten Frankreich (1940 bis 1944)

12. Dezember 2018, 18 Uhr, Hörsaal Kunstgeschichte – Vortrag
PD Iris Grötecke: Alfred Stange in Bonn: Wissenschaftsstrategien und Forschungsinteressen zwischen 1935 und 1945

13. Dezember 2018, 16 Uhr, Schule des Sehens – Führung
Sabine Scherzinger M.A. (Mainz): Von Paris nach Mainz: Heinrich Gerhard Franz und der Büchertransport nach Mainz

9. Januar 2019, 18 Uhr, Hörsaal Kunstgeschichte – Vortrag
Esther Heyer M.A. (Brauweiler/ München): Kunstschutz und Kariere:
Franziskus Graf Wolff Metternich und Kunsthistoriker-Kollegen beim deutschen militärischen Kunstschutz in Frankreich während des zweiten Weltkrieges

17. Januar 2019, 16 Uhr, Schule des Sehens – Führung
Julia Schmidt M.A. (Mainz): Geschenke und Käufe in der Besatzungszeit:
Die französischen Publikationen aus der Kunsthistorischen Forschungsstätte

30. Januar 2019, 18 Uhr, Hörsaal Kunstgeschichte – Vortrag
Emily Löffler M. A. (Mainz): Im Spannungsfeld von Kunstgeschichte und Politik – Französische und amerikanische Kunstrestitutionen nach 1945

Die Vorträge finden im Hörsaal 02.521 des Georg-Forster-Gebäudes statt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen:
https://www.kunstgeschichte.uni-mainz.de/ausstellung-spurensuche/

Flyer als PDF

Zwischen Herz und Verstand. Einblicke in die Sprachwelten Frauenlobs

Zwischen Herz und Verstand10. Okt. bis 29. Nov. 2018

Am 29. November 2018 feiert Mainz den 700. Todestag des im Mainzer Dom begrabenen Dichters Heinrich von Meißen, besser bekannt als Frauenlob. Zu diesem Anlass hat eine Gruppe von 24 Germanistik-Studierenden zusammen mit einem Team von Expertinnen und Experten aus den Bereichen Museumspädagogik, Grafikdesign, Audiovisuelle Produktion, Marketing & Kommunikation sowie Wissenschaft eine kreative und interaktive Ausstellung für die Schule des Sehens entwickelt, die den Fokus auf die faszinierenden Sprachbilder dieses schon zu Lebzeiten polarisierenden Dichters legt.

Ermöglicht wurde dies durch ein vom Gutenberg Lehrkolleg gefördertes Innovatives Lehrprojekt mit dem Titel "Mediävistik trifft Job & Karriere".

Tauchen Sie ein in die fantastische Sprachwelt dieses mittelalterlichen Meisters seiner Kunst!

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei.

Vernissage: Mittwoch, 10. Oktober 2018, 18 Uhr
Finissage: Donnerstag, 29. November 2018, 14 Uhr

Öffnungszeiten:
jeden Dienstag, 18-20 Uhr
jeden Mittwoch, 18-20 Uhr
sowie
jeden zweiten Dienstag, 10-12 Uhr (16.10., 30.10., 13.11., 27.11.)
jeden zweiten Donnerstag, 16-18 Uhr (11.10., 25.10., 08.11., 22.11.)

Sonderführungen für Gruppen und Schulklassen (Oberstufe) nach Vereinbarung.

Ort: Schule des Sehens, JGU Campus, Jakob-Welder-Weg 18, vor P 1

Weitere Informationen: https://frauenlob-2018.uni-mainz.de/

Wondrously White? Contemporary photographs of Persons with Albinism

Albinism has received increased attention in the past decade when incredible atrocities inflicted on Persons with Albinism in Eastern Africa, as well as, fashion models with albinism around the world made media headlines. Several photographers explored the aesthetic potential of albinotic bodies and emphasized a sociocritical impetus in their work.

This exhibition displays selective pieces from four photo series by Miia Autio (Finland), Justin Dingwall (South Africa), Paola de Grenet (Spain) and Gustavo Lacerda (Brasil). Beholders are invited to compare their visual strategies of contrasts and adaptions that aim at renegotiating the social perception of the portrayed subjects.

The exhibition is part of an international conference taking place at the same time under the titel “Different Shades of White: Interdisciplinary Perspectives on the Albinotic Body”.

Opening hours:
Wednesday 5. Sept. 14-17h
Thursday to Saturday 6.-8. Sept. 9-17h
Sunday 9. Sept. 14-17h

Free entry!

Comic-Helden in und aus Afrika 12. Juni – 23. Juli

Sonderausstellung in der Schule des Sehens mit Exponaten aus der Jahn-Bibliothek für afrikanische Literaturen

Die Ausstellung lädt ein zu einer Begegnung mit Comic-Helden in und aus Afrika, die vielfältige Perspektiven auf eine ganze Reihe von Themen ermöglichen. Die Comics bzw. Comic-Helden einiger zeitgenössischer afrikanischer Künstlerinnen und Künstler sind bewusst als Gegenentwürfe zu kolonial geprägten bzw. stereotypen Vorstellungen von Afrika entstanden, indem sie z. B. Großstadt-Heldinnen oder Superhelden in den Mittelpunkt stellen. Die Ausstellung zeigt aber auch Comics mit weiteren thematischen Schwerpunkten. So ermöglichen afrikanische Comic-Helden in oder unterwegs nach Europa unterschiedliche Perspektiven auf Migration; aber auch Märchen-, Alltags- und Krimihelden sowie Comic-Helden im Dienst von Bildung und Aufklärung sind in der Ausstellung vertreten, ebenso wie afrikanische Comic-Helden der Weltgeschichte, (Anti-)Helden postkolonialer Geschichte oder Nationalhelden.

Flyer der Ausstellung (PDF)

Lesen Sie mehr!

 

Öffnungszeiten der Sonderausstellung:

Montag, Mittwoch 16:00 - 19:00 Uhr (am 20.06.2018: 12:00 - 16:00 Uhr)
Dienstag, Donnerstag 12:00 - 14:00 Uhr (nicht am 12.07.2018)

Sonderveranstaltungen:

Dienstag, 12.06.2018, 15:30 Uhr, Vernissage mit thematischer Einführung und szenischer Lesung
Hörsaal 21 (Physikalische Chemie), Jakob-Welder-Weg 11

Donnerstag, 05.07.2018, 18:15 Uhr, Rupert Bazambanza (Ruanda): Comics über den Genozid an den Tutsi als Erinnerungsarbeit
Vortrag / Lesung in französischer Sprache mit deutscher Übersetzung
P 2, Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18

Montag, 23.07.2018, ab 15:00 Uhr, Schwarzer Orpheus meets Comic-Kunst
Festakt zum 100. Jubiläum des Geburtstags von Janheinz Jahn und Finissage in der Schule des Sehens

Montag, 23.07.2018, ab 18:15 Uhr, Ib Zongo (Côte d’Ivoire/Ghana): Comics als Bildungsmedium in Afrika
Vortrag / Lesung in deutscher Sprache
P 2, Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18

Der Eintritt zur Sonderausstellung und den Sonderveranstaltungen ist für alle Interessierten kostenfrei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Vortrag: „Comtemporary African Art. Studies in the Short 1960s“

Am Donnerstag, 14. Juni 2018, 19:15 Uhr, wird Herr Prof. Dr. Peter Probst in der Schule des Sehens im Rahmen der Vortragsreihe „Michel Oppenheim Lecture“ über „Comtemporary African Art. Studies in the Short 1960s“ sprechen.

Herr Prof. Dr. Probst von der Tufts University zählt zu den wenigen internationalen Kunsthistorikern und Ethnologen, die sich dezidiert mit afrikanischer Kunst beschäftigen.

Der Eintritt zu dieser Abendveranstaltung ist kostenlos.

Die Schule des Sehens veranstaltet einmal pro Jahr zu Ehren des Mainzer Kulturdezernenten und Gründungsmitglieds der Vereinigung der „Freunde der Universität Mainz e.V.“ Michel Oppenheim (1885–1963) einen besonderen Vortragsabend, zu dem international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingeladen werden.